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Design und Technik
Hans
Georg Kasten wurde mit der technischen Verwirklichung beauftragt:
"Am wichtigsten waren uns Funktionalität und
Ergonometrie, das Einpassen des Fahrers in die Maschine.
Er muß sich mit ihr verbunden fühlen, sozusagen drin
sitzen. Deswegen sorgten wir für einen extrem engen
Knieschluß am Tank..."
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Ungewöhnlich
ist auch die von Jan Olof Fellström
entworfene Sitzbank, optisch zergliedert,
obwohl als Doppelsitzbank ausgelegt, sieht
sie aus wie eine Solositzbank. Die wildlederbezogene
Bank hatte eine weitere Besonderheit: Der
vordere Teil ließ sich nach oben klappen.
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Aufwendige Untersuchungen
liefen im Windkanal des Italienischen Karosserie-Veredlers
Pinifarina in Turin.
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Die rahmenfeste
Spoilerschnauze, eine Idee die Muth schon
an der MV Agusta erprobt hatte, sollte die
Aerodynamik verbessern und die Auftriebskräfte
auf etwa zwölf Kilopond am Vorderrad senken. Die
Fahrqualitäten sind dadurch wesentlich besser
als bei einer lenkerfesten Cockpitverkleidung.
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Für das Debüt in Deutschland
erhielt die 1100er jedoch noch einen kleinen aerodynamischen
"Deflektor", wie Muth es nennt. Das
winzige Instrumentenboard mit seinem ungewöhnlichen
Skalenblatt und gegenläufigen Zeigern, rückt tiefer
und wird von der Hutze abgedeckt. Die schmale Stirnfläche
ermöglicht einen Luftwiderstand (Luftwiderstandsbeiwert
C/W mal Frontfläche) von 0,488 qm, ein guter Wert für
ein im Prinzip unverkleidetes Motorrad (zum Vergleich:
Die unverkleidete BMW R 100 S hat einen Luftwiderstand
von 0,495 qm)
Funktionalität darf
nach Meinung von Muth nicht zu unästhetischen Lösungen
führen. Beispiel für ihn ist der alte SUZUKI-Choke an
der Lenkkonsole, der ihn zu sehr an Autos erinnerte.
"Der Fahrer will hinunter zum Motor greifen."
Ergebnis dieser Überlegung ist ein Drehknopf auf
der linken Seite, eingearbeitet in der Verbindung zwischen
Tank und Sitzbank. Neu sind auch die Elektronikschalter
auf der rechten Seite des Mittelbaus, die für Zusatzeinrichtungen
genutzt werden können. So wurde den Seitenteilen eine
Funktion eingeräumt. Muth nennt sie "service
panels".
Motor
Mit der GSX 1100 KATANA
gelang SUZUKI ein derart guter Wurf, wie ihn in diesen
Leistungskreisen noch niemand zustande gebracht hat.
Schon der im wesentlichen
von der Ur-GSX unverändert übernommene Vierzylindermotor
mit Vier-Ventil-Zylinderkopf - TSCC-Brennraum (Twin
Swirl Combustion Chamber), sucht in der Big-Bike-Klasse
seinesgleichen. Zumal dieses, aus der GS 1000 der Marke
weiterentwickelte Triebwerk, für den KATANA-Dienst noch
weiter verbessert wurde. Um noch bessere Leistungsausbeute
und Laufkultur sorgt sich zum Beispiel die überarbeitete,
nach wie vor rollengelagerte, Kurbelwelle. Die Konkurrenten
HONDA CB 1100 R und KAWASAKI's Einspritzer GPZ 1100,
konnten zumindest in einem Punkt von der KATANA lernen.
In Beschleunigungs- und Durchzugswerten entpuppte sich
der SUZUKI-Motor nämlich als der Größte. Nur acht Sekunden
verstrichen, bis die KATANA die 160-km/h-Marke durcheilte,
und im Durchzug von 60 bis 120 km/h im fünften Gang
legte sie mit 6,9 Sekunden den Bestwert vor.
Fazit
Man
könnte noch Seiten lang die bereits publizierten
Vorzüge, Eigenheiten und Erkenntnisse
dieses außergewöhnlichen Motorrad-Klassikers
aufzählen.
Tatsache
ist, daß die KATANA auch nach über 20 Jahren
nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat.
Selbst die Motor-Technik hat nach wie vor
Bestand. SUZUKI's Triebwerke der Folgemodelle
wie GSX-EF/ES, GSX-R und Bandit bauten auf
dieser Technik auf.
Natürlich
gehört eine gehörige Portion Fatalismus
dazu, nach wie vor mit so einem eigenwilligen
"Schwert" durch die Kurven zu
heizen, könnte man es mit der neuzeitlichen Technik
doch leichter und bequemer haben. Es
mag wohl daran liegen, wer KATANA fährt,
identifiziert sich mit seiner Maschine.
Es ist auch ein Stück Lebenseinstellung,
fern der Norm, nicht alltäglich, ausgefallen
und interessant, naja und manchmal halt
auch anstrengend, aber das nimmt man in
Kauf.
Einige
KATANA-Treiber haben sich bereits erfolgreich
an der Symbiose KATANA-Technik und neuzeitlicher
Technik versucht. Vieler Orts kann man mittlerweile
prächtige STREETFIGHTER bestaunen, die fast
in nichts den neuen Modellen am Markt nachstehen.
Ganz im Gegenteil, sie sehen immernoch extravagant
aus. Denn eine KATANA ist und bleibt nun
einmal einzigartig - genau wie ihre
Besitzer.

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